Internationale Gastspiele 2018-03-22T16:59:35+00:00

Fünf Männer und Frauen sind ganz frei, und zeigen ihre Leidenschaft zum Tanzen. Sie benutzen ihre Körper, um zu streiten, zu kämpfen und sich zu begegnen. Haut an Haut.

Sie begegnen sich tastend, wirbelnd, hüpfend, wartend, sie suchen sanft oder wütend nach Austausch, sie stocken, schreien, straucheln, testen laute und leise Gesten: fünf Tänzer_innen in einem Raum ohne gemeinsame Regeln. MONKEY MIND spielt dort, wo Gedanken und Gefühle hin und her springen wie Affen von Baum zu Baum. Wenn Impulse aus solchen inneren Welten aufeinanderprallen, wie viel Nähe, Verbindung, Verstehen ist dann möglich? In intensiver Zusammenarbeit mit dem Ensemble Platform-K gelingt der Choreografin und Tänzerin der les ballets C de la B Lisi Estaras ein tabulos offenes Stück. Zornige Kämpfe und vorsichtige Entdeckungen, ansteckende Rituale und Rhythmen, plötzliche Missverständnisse und überraschende Auflösungen fügen sich zu einem Tanzereignis mit explosiver Energie. Inspiriert von Edouard Levés literarischem „Autoportrait“ und Diane Arbus’ radikaler Fotokunst, feiert MONKEY MIND seit der Uraufführung 2016 internationale Erfolge.

Eintritt: 16 Euro, ermäßigt: 9 Euro. Bremen-Pass: 3 Euro | Dauer: 55 Minuten

Kreation: Lisi Estaras | Tanz/Kreation: Fernando Amado, Hannah Bekemans, Anna Calsina, Kobe Wyffels, Nicolas Vladyslav | Dramaturgie: Sara Vanderieck | Musik/Sound: Bartold Uyttersprot | Licht: Carlo Bourguignon | Bühne: Nicolas Vladyslav | Kostüme: Marij De Brabandere | Produktion: Platform-K | Koproduktion: les ballets C de la B, CC De Grote Post | Unterstützt von: CAMPO, Cera, Stad Gent, Provincie Oost-Vlaanderen, Vlaamse Overheid | Booking: Frans Brood Productions.

Lisi Estaras studierte Tanz in Cordoba, Argentinien, und an der Jerusalem Academy of Music and Dance. Nachdem sie u. a. in der Batsheva Dance Company, bei Sidi Larbi Cherkaoui sowie Constanza Macras arbeitete, ist sie seit 2007 für und in Alain Platels les ballets C de la B in Belgien tätig. MONKEY MIND ist ihre erste Kollaboration mit dem Genter Zentrum inklusiver Tanzkunst Platform-K. Eindrücklich überträgt ihr Quintett, das drei Tänzer_innen mit Down-Syndrom einbindet, mentale Bewegungen in choreografische Formen.

They look for exchange, they hop, stumble, swirl, try fierce or gentle gestures: five dancers in a room without common rules. MONKEY MIND takes place, where personal thoughts and feelings jump back and forth like monkeys from tree to tree. How much connection is possible? Angry battles, cautious discoveries, surprising rituals and rhythms collide in an intrepid interplay. Created in 2016 together with the ensemble Platform-K, Lisi Estaras from les ballets C de la B presents a fascinatingly taboo-free, internationally acclaimed piece.

Fünf Menschen horchen in sich hinein. Dann fangen sie an zu tanzen und sich gegenseitig zuzuhören.

Kann Tanz das ausdrücken, was Menschen sonst oft verbergen? In ¿Y SI EL OTRO EXISTE? streifen fünf Tänzer_innen die Hüllen des „korrekten Benehmens“ ab und verlassen sich stattdessen auf ihr innerstes Selbst. Von dort aus, aus diesem „anderen“ Ich heraus, finden sie zu ihren Bewegungen. Ihre Begegnungen tragen sie immer weiter hinein in unbekannten Ebenen ihrer Persönlichkeiten. Nach und nach entfalten sie starke, unerwartete, getanzte Bilder. Eine stille Drehung des Kopfes, ein Pfiff, aufbrandendes Schütteln, Zucken, ein erhitztes Gemenge, plötzlich wieder Ruhe: in allem ist die Verbindung zum unverstellt Einzigartigen spürbar. Aktionen und Reaktionen, Gruppierungen und ihre Auflösungen, Musik und Klangfiguren mischen sich zu einer souverän eigen-sinnigen Choreografie. Mit kompromisslosen Grenzgängen beweist Kinesferadanza, was es bedeutet, im Miteinander auf sich selbst zu vertrauen. Im eigenen Körper und Bewusstsein eine Kraft zu entdecken, die fremde Erwartungen und Vorurteile überwindet.

Dauer: 50 Minuten

Eintritt: 16 Euro, ermäßigt: 9 Euro. Bremen-Pass: 3 Euro

Choreografie: Michel Tarazona | Tanz : Giovanna Ángeles, Adrián Chuquipiondo, Roger Cornejo, Viviana Polack, Jean Pierre Yllescas | Musik: Carlos Andrés Ortega | Produktion: Kinesferadanza.

Kinesferadanza, gegründet 2007 in Lima, Peru, zielt darauf, in und mit dem zeitgenössischen Tanz als demokratischer Praxis gesellschaftliches Umdenken zu fördern. Unter der Leitung von Michel Tarazona schafft die Kompanie aktive Gelegenheiten für Künstler_innen wie auch Publikum, normierende Konzepte auf den Prüfstand zu stellen: Menschen sind verschieden, physisch, mental, kulturell, in allen Aspekten ihrer Individualität. Tanz bietet die Chance, diese Vielfalt direkt zu erleben, sie zu teilen und ihre Werte in sozialen Gefügen zu bestärken.

Can dance express, what is usually hidden? In ¿Y SI EL OTRO EXISTE? five dancers strip off their „correct behavior”, and instead rely on their innermost self. Beginning from there, they let their movements and encounters take them into unexplored facets of their personalities. Actions and reactions blend into a sovereignly unique choreography. Under the direction of Michel Tarazona, Kinesferadanza from Peru proves what it means, to discover in your own body and mind an individual power that overcomes external expectations and prejudices.

13. April 2018 | 20:00 Uhr | Schwankhalle, Neuer Saal

SCIENCE OF SIGNS II: ORÁCULO 

Gal Naor & Matan Zamir / The progressive wave, Israel/Deutschland

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Wie in einem langsamen Gebet tanzen die vier Männer und Frauen mit geheimnisvollen Bewegungen. Es ist, als wenn sie in der Vergangenheit suchen.

ORÁCULO erforscht Bezüge zwischen Wissenschaft, Performance und Philosophie. Worin überschneiden sich Ergebnisse jüngster Studien und Botschaften ältester Lehren? Die Künstler_innen von The progressive wave holen ihre Entdeckungen auf die Bühne: Ihr Stück ist der zweite Teil der Trilogie SCIENCE OF SIGNS, in der Gal Naor & Matan Zamir eine performative Sprache für Universalwissen entwickeln. Mit heiligen Schriften als Regieinspiration und Suchbewegungen als Choreografie bespielt das hochkonzentrierte vierköpfige Ensemble sein Labor. Hier ergänzen Tanz, geschriebene und Gebärdensprache, Sounds und Videos einander. Jeder Moment bietet Sinneseindrücke an, statt Inhalte zu erklären. Oráculo ist eine Einladung dorthin, wo Geheimnisse, alte und neue Gedanken tanzen, schimmern und klingen.

Dauer: 90 Minuten

Publikumsgespräch im Anschluss an die Vorstellung. Moderation: Henning Bleyl, Kulturwissenschaftler und Journalist

Eintritt: 16 Euro, ermäßigt: 9 Euro. Bremen-Pass: 3 Euro

Konzept, Künstlerische Leitung, Choreografie, Komposition: Gal Naor, Matan Zamir | Von und mit: Jessica Comis, Louis Edler, Gal Naor, Ruby Wilson | Bühne, Licht, Video, Technische Leitung: Marc Jungreithmeier | Papier-, Seil-, Textildesign: Ori Efrat | Kostüme: Don Aretino | Requisite, Maske: Hermes Pittakos | Outside Eye: Sigal Zouk | Bearbeitung der Komposition: Daphna Keenan | Beratung Gebärdensprache: Ace Mahbaz, Rita Mazza | Produktionsleitung: M.i.C.A. – Movement in Contemporary Art | Produktionsassistenz: Sveta Azriel, Aleksander Ceresnjes, Iulia Postelnicu | Regieassistenz: Dana Scherer | Eine Produktion von the progressive wave in Koproduktion mit dem ID Festival Berlin. In Kooperation mit Theater Thikwa und mit Unterstützung von Ballhaus Ost, Sasha Waltz & Guests, Polyphony, Theaterhaus Mitte sowie Heilehaus (Berlin). Gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und die Szloma-Albam-Stiftung.

Unterstützt durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ Gastspielförderung Tanz, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, sowie den Kultur- und Kunstministerien der Länder.

The progressive wave ist ein 2014 von Gal Naor und Matan Zamir gegründetes, mit unterschiedlichen Künstler_innen kooperierendes Kollaborationsprojekt. Beide aus Israel stammend, kam Zamir vor fast 15 Jahren durch ein Engagement bei Sasha Waltz & guests nach Berlin und Naor, der Visuelles Theater in Jerusalem studierte, im Jahr 2010. Nach ihrem ersten Stück, einer Koproduktion mit dem Choreografen-Duo matanicola und dem Theater Freiburg, begann The progressive wave die Arbeit an der Trilogie Science of Signs, dessen erster Teil Lights & Vessels 2016 und 2017 in Berlin präsentiert wurde.

ORÁCULO explores the relations between science, performance and philosophy. Where do recent research and oldest teachings meet? The progressive wave, a collaborative founded by Gal Naor & Matan Zamir in Berlin, stage their discoveries: Their piece is part II of the trilogy SCIENCE OF SIGNS that aims to develop a performative language for universal knowledge. With sacred scriptures as inspirational score, with dance, written and sign language and videos they dive into the mysterious, traveling between the now, the ancient and the futuristic.

Der Tänzer trägt die Tänzerin und sie gehen gemeinsam ihren Weg. Er ist ihre Beine und sie sagt wo es lang geht.

Den „Stoff“ unserer Lebenswege, wie weit weben wir dessen „Fäden“ selbst? Was ist vom Schicksal bestimmt und was durch freien Willen? Gewissheiten dazu gibt es nicht. Was zählt, sind Überzeugungen. Voller feinfühliger choreografischer Fantasie erforscht Alexander Madriz’ Duett, wie sehr eigene Vorstellungen die Wirklichkeit beeinflussen können. Fabiola Zérega und Pedro Alcalá suchen und entdecken ihre persönlichen Entwürfe mit brillanter Bewegungsvielfalt und Hingabe. Zu Musik von Fazil Say, Yungchen Lhamo, Tied & Tickled Trío und Arvo Pärt tanzen sie ihre Entscheidungen. Sie überwinden Ängste, nehmen die ihnen gegebenen „Fäden“ auf, erfinden und gestalten neue und verknüpfen sie miteinander. ENTRAMADO, „Verflechtung“, ist ein bilderreiches, sinnliches Stück darüber, am „Stoff“ des eigenen Lebens mitzuwirken und an Veränderungen zu wachsen.

Dauer: 50 Minuten

Eintritt: 16 Euro, ermäßigt: 9 Euro. Bremen-Pass: 3 Euro

Künstlerische Leitung, Choreografie: Alexander Madriz | Tanz: Fabiola Zérega, Pedro Alcalá | Technische Leitung: Jorge Redondo | Visual Effects: Mercedes Rodríguez | Produktion: Alexander Madriz, Fabiola Zérega, OZ Producciones y Eventos | Unterstützt von: Fundación AM Compañía de Danza de Habilidades Mixtas.

Die AM-Danza Compañía de Habilidades Mixtas aus Venezuela hat sich in 15 Jahren kontinuierlicher Produktionen, Präsentationen und Workshops im gesamten südamerikanischen Raum als feste Größe inklusiver Tanzkunst und gesellschaftlichen Engagements für Inklusion etabliert. Unter der Leitung des Tänzers und Choreografen Alexander Madriz wurde das auch in Europa und Afrika tourende, mit vielen Institutionen, Festivals und Künstler_innen kollaborierende Ensemble 2010 mit dem venezolanischen Premio Municipal de Danza als beste zeitgenössische Tanzkompanie ausgezeichnet.

The „threads“ of fate and free will, how do they intermingle? No one knows. It is a matter of personal convictions. In ENTRAMADO, two dancers seek, find and pursue their own visions. They overcome their fears, and, by weaving together given and newly created “threads”, discover their influence on their life’s course. Full of choreographic imagination, Alexander Madriz, director of the internationally touring and teaching Venezuelan AM-Danza Compañía de Habilidades Mixtas, shows in his duet how much one’s own ideas shape realities.

Fünf sehr unterschiedliche Duette kann man in dieser Aufführung sehen. Es gibt viele verschiedene Gefühle und Beziehungen auf der Bühne. Akrobatik, Breakdance und spanischen Tanz.


01 | HABRÁ QUE PONERSE CACHAS

Maylis Arrabit, Frankreich / Ebi Soria Corón and Xabier Madina Manterola, Spanien

Es ist ein Spiel mit Sinn, Unsinn, viel Charme und Witz. Ein Lied von Bob Dylan. Der Film „The Royal Tenenbaums“, in dem es erklingt. Die Filmfamilie und die Rollen zweier Brüder darin. Wie Geschwisterverhältnisse sich mit der Zeit verändern… All das und was sie davon halten, stiftet die Tänzer zu einem überschäumenden Austausch an. Aus ihren hin und her fliegenden Ideen wird ein Fest der Bewegungen.

Künstlerische Leitung, Choreografie: Maylis Arrabit | Tanz: Ebi Soria Coron, Xabier Madina Manterola | Licht: Josu Mungia | Produktion: Kolorearekin Elkarte Artistikkoa | Unterstützt von: Donostia Kuktura, DSS2016 (Olas de Energia Program), Department of Social Policies of the Provincial Council of Gipuzkoa | Residenz: Dantzagunea, Gipuzkoa.


02 | QUEBRADAS E IMPERFECTAS

Davínia Descals & Íñigo Martínez / Colectivo El Brote, Spanien

Im Titel des Duos, „Gebrochene und Unvollkommene“, steckt sein Thema. Der Tänzer Íñigo Martínez hat Osteogenesis imperfecta, die „Glasknochenkrankheit“. Wie andere Menschen deshalb mit ihm umgehen und wie er selber damit lebt, diesen Gegensatz verwandeln er und Davínia Descals in ein beispiellos ausdrucksstarkes Tanztheaterstück, das in Spanien mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde.

Regie, Choreografie: Davínia Descals | Idee, Texte, Darsteller, Tanz: Íñigo Martínez, Davínia Descals | Musik: Murcof | Produktion: Colectivo El Brote


03 | CAMPANILLEROS / DESEQUILIBRIO

José Galán, La Compañía José Galán & Helliot Baeza, Compañia Danza Mobile, Spanien

Dieses Männerduo setzt die Kombination aus traditionellem Flamenco und zeitgenössischem Tanz in faszinierender Weise um. Das wortlose Zusammenspiel der beiden Tänzer ist der Rhythmus und die absolute Hingabe an den Moment. Der Name José Galán ist mit dem Flamenco verbunden wie kein anderer. Der spanische Lokalmatador gehört zu den Besten in seinem Fach. Helliot Baeze ist im Rahmen von eigenARTig auch am 15. April mit einem Solo in der Schwankhalle zu erleben.

Choreografie, Tanz: José Galán & Helliot Baeze | Produktion: La Compañía José Galán.


04 | DARE TO WRECK

Madeleine Månsson & Peder Nilsson / Skånes Dansteater, Schweden

Ein Paar erkundet, wie es ist, sich nah zu sein und doch bereit, den anderen zu verlassen. Sie im Rollstuhl und er nicht, tanzen sie ein kraftvolles, berührendes Duett. Aus jeder Bewegung strahlt ihr Mut zu neuen Fragen und Balancen. Das Stück entstand am Skånes Dansteater, einem Tanzzentrum mit vielfältigem offenem Angebot und der größten freischaffenden Kompanie Schwedens, die international tourt.

Choreografie, Tanz: Madeleine Månsson & Peder Nilsson | Mentorin: Caroline Bowditch | Musik: Gert Østergaard | Lichtdesign: Mattias Jonsson | Kostümdesign: Kathryn Appelquist | Probenleitung: Vidar Maggason | Produktion: Skånes Dansteater | Skånes Dansteater wird gefördert von: Region Skåne, Malmö stad.


05 | STEPPING STONES

Redouan „Redo“ Ait Chitt & Jeroen van der Linden, Niederlande

Zwei exzellente Breakdancer tanzen die Geschichte ihrer langen Freundschaft – die nach manchen Herausforderungen und 14 Jahren gemeinsamer Performances heute lebendiger ist denn je. Ein künstlerisches Abenteuer mit treibenden Sounds, gewagten Spins, geschmeidigem Style und höchst persönlichen Twists in einer Choreografie, die vom Leiter des weltberühmten Scapino Ballet Rotterdam gecoacht wurde.

Choreografie, Tanz: Redouan Ait Chitt & Jeroen van der Linden | Coaching: Ed Wubbe, Scapino Ballet Rotterdam | Musik: Pensees „Walkmoon“, Gidge „Huldra“ | Licht: Egbert Mellema | Koproduktion: Holland Dance.


Vorstellungsdauer insgesamt: 90 Minuten

Publikumsgespräch im Anschluss an die Vorstellung im Kleinen Haus. Moderation: Henning Bleyl, Kulturwissenschaftler und Journalist

Eintritt: 16 Euro, ermäßigt: 9 Euro. Bremen-Pass: 3 Euro

Five duets, all German premiers: Habra que ponerse cachas (ES), in which Bob Dylan, a film, and „family“ inspire a touching, witty movement dialogue. QUEBRADAS E IMPERFECTAS (ES), a multi-award-winning piece that deals extremely expressive with the “Brittle Bone Disease“ Osteogenesis Imperfecta of its one dancer. CAMPANILLEROS / DESEQUILIBRIO (ES), a fascinating interplay, mixing flamenco and contemporary motions. DARE TO WRECK (SE), the highly emotional confrontation of a couple with their freedom to leave each other. And STEPPING STONES (NL), the friendship story of two breakdancers, choreographically coached by the director of the world-famous Scapino Ballet. A uniquely diverse spectrum of dance art.

Wer ist wer? Kann man von außen sehen, wie jemand innen ist? Alles ist sehr bunt und vielfältig.

Wenn das Sichtbare nicht im Weg ist, wird das Unsichtbare sichtbar. ¿Quién es Quién?, „Wer ist wer?“, ein Sextett mit drei Rollstühlen, lotet mit viel Leichtigkeit und Tiefe unterschiedliche Blickwinkel aus: Wer bin ich? Wer ist der andere? Was sind dann wir? Und: Was wäre, wenn wir an Anderen nicht das Äußere sähen, sondern das, was Menschen in sich tragen und bewegen? Bestechend choreografiert von der Leiterin der seit 20 Jahren weltweit auftretenden Grupo Alma tanzt das Ensemble seine Antworten. Die Stimmungen wechseln von ausgelassen vergnügt über ernst besonnen bis zu leidenschaftlich rasant und richten durch alles hindurch eine Frage ans Publikum: Welcher „Rollstuhl“ in dir schränkt deine Gedanken, Gefühle, Handlungen ein – ohne dass du für „beeinträchtigt“ gehalten wirst?

Ergänzt wird die Vorstellung durch zwei kurze Auszüge aus Tangos a flor de piel, die mit formidabel eigenständiger Ästhetik die Essenz argentinischer Tangos und Milongas einfangen.

Dauer: 50 Minuten

Publikumsgespräch im Anschluss an die Vorstellung im noon. Moderation: Henning Bleyl, Kulturwissenschaftler und Journalist

Eintritt: 16 Euro, ermäßigt: 9 Euro. Bremen-Pass: 3 Euro

Künstlerische Leitung, Choreografie: Susana González Gonz | Inszenierung: Cecilia Inés Zenobi | Tanz: Daniel Catebra, Aixa Di Salvo, Luciana Galván, Priscila Peralta, Matías Ramírez | Originalmusik: Claudio Turica | Licht: Juan Ignacio Adriano | Kostüme: Analía Morales y Grupo Alma | Bühnenbild: Gustavo Di Sarro | Produktion: Grupo Alma Compañía de Danza Integradora.

Vom Honorable Congreso de la Nación und vielen Weiteren mit Ehrungen und Preisen ausgezeichnet, gehört die 1997 als Pionierin inklusiven Tanzes gestartete Grupo Alma heute zu den namhaftesten Kompanien Argentiniens. Die Gründerin, seither Leiterin und Choreografin Susana González Gonz tourt als Direktorin der ADIA – Asociación Danza Integradora Argentina, Projektleiterin an der UNA – Universidad Nacional de las Artes, als Wissenschaftlerin, Dozentin und Beraterin in Kunst und Bildung sowohl mit den Produktionen des Ensembles als auch mit ihrem Einsatz für Inklusion rund um den Globus.

¿Quién es Quién?, „Who is who?“, a sextet with three wheelchairs, explores with great ease and depth different angles of perception: Who am I? Who’s the other one? Then who are we? And, over all: Which „wheelchair“ inside you restricts your thoughts, feelings and actions – without you being considered „disabled“? In addition: two excerpts from Tangos a flor de piel with formidably unconventional aesthetics. Grupo Alma and its director and choreographer Susana González Gonz are renowned all around the globe for their dance art and their engagement for social inclusion.

Helliot heißt der Tänzer. Er tanzt alleine ein ganzes Stück und erzählt damit über sich und das Leben. Es sind Geschichten, die wir alle kennen.

Das von Antonio Quiles choreografierte Solo heißt wie sein Tänzer, Darsteller und Performer: HELLIOT. Von dessen Leben ausgehend unternimmt das Stück einen szenischen Streifzug, in dem jedes Ereignis eine eigene Geschichte und gleichzeitig vom großen Ganzen erzählt: Persönliches weist auf Gesellschaftliches und Einzigartiges auf Universelles hin. Auf der Bühne werden Dinge wie eine Trommel, ein Zelt, ein Handy, eine Maske, einzelne Äste, eine Leiter zu Partnern des Geschehens und wechselndes Licht, Musik, Echos, Sounds zu Mitspielern. Helliot Baeza von der Compañía Danza Mobile macht seine Begegnungen mit alledem zu unerwarteten Erlebnissen, wirft lautlose und wortreiche Reden in den Raum, schenkt jedem Atemzug immense künstlerische Intensität. Er zeigt nicht Tanz, sondern tanzt, präsentiert nicht Schauspiel, sondern handelt. Ein Solo unerschrockener Kunst in lebendiger Selbstverständlichkeit.

Dauer: 50 Minuten

Publikumsgespräch im Anschluss an die Vorstellung. Moderation: Henning Bleyl, Kulturwissenschaftler und Journalist

Eintritt: 16 Euro, ermäßigt: 9 Euro. Bremen-Pass: 3 Euro

Idee, Künstlerische Leitung, Choreografie: Antonio Quiles | Darsteller, Tanz: Helliot Baeza | Künstlerische Beratung und Assistenz: Esmeralda Valderrama | Kostüme: Loulitas Co. | Videokreation: Shaula Ortega | Licht: Benito Jiménez | Produktion: Javier Ossorio / Compañía Danza Mobile.

Antonio Quiles, Leiter, Performer und Tänzer der 2007 von ihm gegründeten, international präsentierten Compañía ALTERACIONES Danza-Teatro, ist aktuell Dozent und Choreograf bei der Compañía Danza Mobile in Sevilla, wo er HELLIOT kreierte. Er studierte Bildende Kunst, zeitgenössischem Tanz und Theater an der Universidad de Castilla-La Mancha, am Centro Andaluz de Danza und Centro Andaluz de Teatro, den beiden Hogeschool voor de Kunsten in Arnhem und Utrecht, tanzte in zahlreichen europäischen Ensembles und vertiefte bei Adam Benjamin seinen Schwerpunkt der inklusiven künstlerischen Arbeit.

The solo HELLIOT, named like its dancer, actor and performer from the Compañía Danza Mobile, undertakes a scenic journey, which is inspired by his personal life, and at the same time refers to a larger, universal context. Helliot Baeza turns his encounters with such things as a snare-drum, a tent, a mobile phone, a mask, a few tree branches or a ladder, into vivid interplay. With immense artistic intensity, he does not show dance, but dances, does not present acting, but acts – spledidly choreographed by Antonio Quiles, who is also director of his own Compañía ALTERACIONES Danza-Teatro.