Symposium 2018-03-18T16:30:33+00:00

WEGE, ORTE UND ZIELE INKLUSIVER TANZKUNST – SYMPOSIUM

Bei diesem Treffen reden wir über das Tanzen mit und ohne Behinderung. Wir tauschen Erfahrungen aus. Wir fragen uns: Soll es für Gruppen, bei denen Tänzer und Tänzerinnen mit Behinderung dabei sind, extra Festivals geben? Oder sollen alle überall dabei sein?

Mitte der 90er Jahre gründeten sich in Deutschland die ersten „mixed abled Companies“. Mit den allmählich erarbeiteten Erfolgen stellen sich strukturelle Fragen: Was sind die Wege, Orte und Ziele inklusiver Tanzkunst – und will sie sich überhaupt als eigene „Gattung“ begreifen?

Neben dem Erfahrungsaustausch geht es in diesem Symposium um die Diskussion mit Verantwortlichen von Festivals und festen (Theater-)Häusern: Wo können inklusive Kompanien ihren Platz finden? Sind „Integrations-Quoten“ für Theater und Festivals sinnvoll? Welche Ausbildungsmöglichkeiten haben sich entwickelt, bzw. fehlen noch immer? Führt eine Professionalisierung des integrativen Tanzes nicht automatisch zu neuen Ausgrenzungen? Widerspricht die kritische Beurteilung von „künstlerischer Eignung“ dem Basisimpuls von Inklusion?

Im gemeinsamen Gespräch und in kleinen Arbeitsgruppen soll es auch um Umsetzungs-Fragen gehen: Wieviel zusätzliche Unterstützung braucht inklusives Arbeiten, z. B. für Assistenzen und längere Probezeiten? Sind gesonderte Töpfe erforderlich, um die Arbeit von Künstler_innen mit Behinderung zu fördern, zumal viele keine herkömmliche Tanzausbildung durchlaufen haben? Sollen mixed-abled-Kompanien als solche (namentlich) in Erscheinung treten? Und schließlich: Bedarf es überhaupt noch gesonderter „inklusiver Festivals“?

Konzipiert, kuratiert und moderiert von Corinna Mindt und Henning Bleyl.

11. April 2018 | 15:00 – 18:00 Uhr, Schwankhalle Bremen, Neuer Saal

12. April 2018 | 10:30 – 13:00 Uhr, Schwankhalle Bremen, Alter Saal

  • Anmeldung erbeten bis 31. März 2018:

    Anmeldung per E-Mail

    oder Tel. +49 (0)421-51429745.

    Die Teilnahme ist kostenfrei.